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Astrologie und Tierkreiszeichen
Die geschichtliche Astrologie, die nicht im topo- sondern im geozentrischen Weltbild entstand, verfügt über sieben Planeten oder Gestirne: Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter und Saturn. In der modernen Astrologie ist es von entscheidender Bedeutung, den Himmel von einem bestimmten Ort sowie zu einer bestimmten Zeit zu beobachten. Ausserdem ziehen moderen Astrologen neben den klassischen Gestirnen auch Planeten wie Uranus, Neptun und Pluto hinzu. Überdies verwenden sie auch Kleinplaneten und andere geometrische Figuren, wie etwa den dunklen Mond.
Die Planeten werden einem oder mehreren Horoskopen zugerechnet, für dessen Eigenschaft das Gestirn verantwortlich ist. Die Internationale Astronomische Union verabschiedete jüngst eine neue Definition für einen Planeten, wonach beispielsweise Pluto nur noch als Zwergplanet bezeichnet werden darf. Noch ist unbekannt, wie die Astrologie auf diese Festlegung reagieren wird.
Sowohl die Astronomie als auch die Astrologie verbindet die Symbole der Planeten mit Göttern. Dies lässt sich bereits an der Namengebung erkennen. Demnach übernahmen bereits in den Vorstellungen der Babylonier Planeten die Eigenschaften ihrer Namensgeber. Welche Eigenschaften diejenigen Planeten besitzen, die erst in jüngster Vergangenheit entdeckt wurden, ist umstritten.
Die zwölf Tierkreiszeichen der Astrologie
In der Alltagssprache werden die zwölf Tierkreiszeichen oft auch als Sternzeichen bezeichnet. Sie sind, entsprechend der Kreisgrösse von 360° in zwölf 30° grosse Zeichen unterteilt. Aufgrund einer als Präzession genannten Eigenschaft der Erdachse verschieben sich die Tierkreiszeichen gegen die Sternbilder. So ist es zu begründen, das Menschen, die das Sternzeichen „Jungfrau“ haben, eigentlich im Sternbild des Löwen geboren wurden. Der okzidentalen Tradition entsprechend werden in der Astrologie allerdings der Tierkreis anstelle der Sternbilder verwendet. Dem gegenüber steht zum Beispiel die indische Astrologie, die mit Sternbildern arbeitet und Tierkreiszeichen weniger Beachtung schenkt. Ein spezieller Zweig der Astrologie bezieht die Position des Frühlingspunktes mit in seine Berechnungen ein.
Folgt man der Meinung von Astrologen, so sind die Namen der Symbole Zeichen der Eigenschaften, die sich auf sich vereinen. Erde, Feuer, Wasser und Luft, die in der Alchemie verwendeten Elemente, stehen in Beziehung zu der Astrologie. Dazu gesellen sich die vier Temperamente nach Hippokrates. Diese Vierheit, multipliziert mit der auf dem Prinzip der Dreiheit aufgestellten Theorie der Motorik (es gibt aktives, passives und reaktives Handeln) ergibt die zwölf Symbole des Tierkreises. Die jeweiligen Eigenschaften werden so kombiniert, beispielsweise beim Löwen: dieser verfügt über eine passive Motorik mit Feuer. Deuten liesse sich diese Kombination nun etwa als ruhender Vulkan. Überdies teilt man die zwölf Tierkreiszeichen in Geschlechter ein.
| Zodion |
Motorik |
Element |
Geschlecht |
| Krebs |
aktiv (kardinal) |
fertil (Wasserzeichen) |
neutral/intellektuell |
| Widder |
aktiv (kardinal) |
kreativ (Feuerzeichen) |
männlich / instinktiv |
| Jungfrau |
reaktiv (auch variabel oder labil) |
substantiell (Erdzeichen) |
neutral / intellektuell |
| Zwillinge |
reaktiv (labil) |
intelligent (Luftzeichen) |
männlich / instinktiv |
| Skorpion |
passiv (fix) |
fertil (Wasserzeichen) |
männlich / instinktiv |
| Schütze |
reaktiv (labil) |
kreativ (Feuerzeichen) |
neutral / intellektuell |
| Stier |
passiv (fix) |
substantiell (Erdzeichen) |
weiblich / emotionell |
| Wassermann |
passiv (fix) |
intelligent (Luftzeichen) |
neutral / intellektuell |
| Löwe |
passiv (fix) |
kreativ (Feuerzeichen) |
weiblich / emotionell |
| Steinbock |
aktiv (kardinal) |
substantiell (Erdzeichen) |
männlich / instinktiv |
| Waage |
aktiv (kardinal) |
intelligent (Luftzeichen) |
weiblich / emotionell |
| Fische |
reaktiv (labil) |
fertil (Wasserzeichen) |
weiblich (emotionell) |
Aus den primären Eigenschaften ergeben sich neue Charakteristika, auch sekundäre Charakteristika bezeichnet.
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