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Ursprung der Astrologie
Entstehungsgeschichte und Ursprung der Astrologie
Wie bereits erwähnt waren Astrologie und Astronomie früher verbunden; im Prinzip gab es keine klare Abgrenzung. Die ursprüngliche Astrologie stammt dabei aus Mesopotamien, wo Tempel den „sieben Gestirnen“ (Sonne, Venus, Merkur, Mars, Jupiter, Saturn, Mond) entsprechend gebaut wurden. Damit wollte man den Priestern die Kontaktaufnahme zu den Göttern erleichtern. In Ägypten wurde ein antiker Kalender erschaffen, der einen Zusammenhang zwischen Nilhochwassern und dem Aufgang eines Sternes feststellte. Deswegen versuchte man, auch Prognosen bezüglich anderer Felder von diesem Stern herauszudeuten. Pyramiden wurden nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet, damit der Pharao bzw. dessen Seele optimal in den Himmel aufsteigen und dort als heller Stern leuchten könne. So ging man davon aus, dass der Himmel irdische Gestalten reflektiert und Gestirne zum Beispiel für Herrscher standen. Aus diesem Grund betrieb man in Babylon die sogenannte Staatsastrologie, da man eine Verbindung zwischen der Gesellschaft und den Sternen sah. Ungefähr 500 v.Chr. schliesslich war man davon überzeugt, dass sich das Schicksal eines Menschen mit dessen Horoskop begründen lasse. So wurde das Tierkreiszeichen erschaffen.
In Europa war wohl Stonehenge dafür verantwortlich, dass sich etliche Astrologen mit der Materie auseinander setzten. Vor kurzem fand man die bislang älteste Sternenkarte Europas, von der man allerdings noch nicht weiss, inwieweit sie mit diesem astrologischen Zentrum zu tun hat.
Astrologie in Europa
Zunächst wurde der Astrologie eine Bedeutung für die Alchemie, Knosis, und sogar das Christentum zugeschrieben. Dennoch ist der Zusammenhang zwischen dem Christentum und der Astrologie von Widersprüchlichkeiten geprägt. Manche Kirchenverantwortlichen waren nämlich der festen Überzeugung, dass das Schicksal nicht vorbestimmt sei bzw. im Widerspruch zu dem freien Willen stehe. Trotzdem finden sich auch in der Bibel – unter anderem bei der Ankündigung von Jesus’ Geburt – astrologische Symbole. Während sich viele einflussreiche Persönlichkeiten in der Astrologie den Erzfeind des Christentums sahen, betrachteten andere die Wissenschaft als eine angesehene Kunst. Die Epochen des Humanismus und der Renaissance liessen die Astrologie aufleben, aber rational denkende Aufklärer und Reformer wiederum waren nicht davon angetan. Darunter zählt beispielsweise Martin Luther. Einigen Wissenschaftlern dieser Zeit wird unterstellt, die Astrologie nur aus wirtschaftlichen Gründen betrieben zu haben, selbst aber von deren Unsinnigkeit überzeugt gewesen zu sein. Trotzdem konnte sich die Astrologie in den hohen Schichten der Gesellschaft als angesehen bis zur Romantik halten, wo Symbolen wie dem Mond oder den Sternen grosse Bedeutung zuteil wird. Mit der Erfindung des Teleskops separierten sich die Zweige der Astronomie und der Astrologie.
Es folgte eine Zeit, in der die Naturwissenschaften in ihrer Blüte waren und der Astrologie keine Beachtung mehr geschenkt wurde. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts rückte sie wieder mehr ins Zentrum des öffentlichen Interesses. Das ist vor allem auf Evangeline Adams zurückzuführen, die als Astrologen berühmten und einflussreichen Persönlichkeiten Ratschläge erteilte. Ein Gericht bescheinigte ihr, dass die Astrologie zu einer exakten Wissenschaft gemacht habe, nachdem sie zuvor als Wahrsagerin angeklagt war.
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