Felder in der Astrologie

Felder (Häuser) in der Astrologie

Die Stellung der Häuser, die auch als Felder bezeichnet werden, bestimmt den exakten Zeitpunkt und den Ort des Horoskops. Dabei ist der Aszendent, also der Punkt auf dem Tierkreis, der in diesem Moment über den Horizont steigt, der Anfang des ersten Hauses. Bis zum Punkt der unteren Kulmination des Tierkreises schliessen sich drei weitere Häuser an. Es folgen drei weitere Häuser bis zu dem Deszendenten, also dem Punkt des Tierkreises, welcher gerade untergeht. Geht man drei weitere Häuser entlang, gelangt man zum oberen Punkt der Kulmination. Die drei letzten Häuser schliessen den Kreis zurück zum Aszendenten. Wegen dieser Unterteilung kommen unterschiedliche Grössen auf der Ekliptik zustande. Eine Orange dient dazu, sich die zwölf Häuser anschaulich vorstellen zu können. Sie stellen die zwölf Stücke dar, in die man eine Orange teilen kann. Am Nord- und Südpunkt liegen dabei der Blütenrest bzw. der Stengelansatz. Am Himmel entlang von Norden nach Süden läuft eine Schnittlinie und unter der Erde wieder zurück nach Norden. Eine Schnittlinie liegt am Horizont, während die übrigen zwei Stücke auf jeder Seite dazwischen liegen. Wenn Häuser zugeordnet werden, wird die Distanz zwischen den Gestirnen zumeist nicht berücksichtigt. Beim Berechnen der Häusermodelle werden verschiedene Wege angewendet, die sich von Schule zu Schule unterscheiden und dementsprechend verschiedene Ergebnisse hervorbringen. Das oben vorgestellte Modell wird Campanus-Modell genannt. In der Astrologie werden aber unter anderem auch Regiomontanus, Koch sowie Placidus verwendet. Das System, das die Häuser in gleich grosse 30°-Abschnitte ausgehend vom Aszendenten einteilt, bezeichnet man als äqual. Alle anderen Systeme arbeiten mit der Vorstellung, dass die Häuser unterschiedlich gross sind. Somit ist zu begründen, weshalb die Interpretation der Häuser unterschiedlich ausfällt. Man kann sich das vielleicht so vorstellen: Es gibt die westliche Astrologie genauso wie die indische, oder die chinesische Astrologie. Gleichzeitig gibt es eben auch verschiedene Häusersysteme. Heutzutage beobachten Wissenschaftler meistens den Aszendenten, den Deszendenten, das Medium Coeli (oder auch MC, das ist die Himmelsmitte, das heisst der obere Kulminationspunkt der Ekliptik) spwoe das Imum Coeli (IC, das ist die Himmelstiefe, das heisst der untere Kulminationspunkt der Ekliptik). Ausgehend von den Tierkreiszeichen, in denen sie sich befinden, werden dann Deutungen durchgeführt. Es muss erwähnt werden, dass man Häuser ebenso wie Systeme vieldeutig interpretieren kann.

Aspekte in der Astrologie

Man benutzt Winkel, um die Distanz zwischen zwei Faktoren des Horoskops, wie beispielsweise den Planeten anzugeben. Manchen Winkeln spricht man eine besondere Wichtigkeit zu. Dies sind vor allem Winkel, die entstehen, wenn man die 360 Grad des Kreises durch ganze Zahlen dividiert. Diese besonderen Winkel werden Aspekte genannt. Manche Horoskopautoren zeichnen sie als Verbindungslinien ein. Nehmen wir folgendes Beispiel: Der Abstand der Winkel zwischen zwei Planeten beträgt 90 Grad, so wird er als Quadrat bezeichnet. Dies hat zur Folge, dass es unendlich viele Aspekte gibt. In der Praxis verwendet die Astrologie jedoch meistens 0, 30, 45, 60, 90, 120, 135, 150 sowie 180 Grad. Einigkeit herrscht bei den Astrologen über die Deutung von 0 Grad (Konjunktion), 60 Grad (Sextil), 90 Grad (Quadrat), 120 Grad (Trigon) und 180 Grad (Opposition). So sind die Aspekte nach der astrologischen Schule für die Beziehung der Planeten untereinander verantwortlich. Dabei bezeichnet man Quadrat und Opposition als konträr und Konflikt geladen, während Sextil und Trigon Harmonie ausstrahlen. Je nach astrologischer Lehre hat der Orbis eine unterschiedliche Grösse. Beim Orbis handelt es sich um das Gebiet, das um die exakten Abstände herum kreist. Auch diesem Bereich wird eine wichtige Rolle zugesprochen.

Welche Rolle spielt Glaube in der Astrologie?

Von der Astrologie erwarten Menschen oft Erklärungen für metaphysische oder übernatürliche Erscheinungen beziehungsweise Prognosen über ihre Zukunft. Diese Erwartungshaltung, metaphysische Phänomene erklärt zu bekommen, macht die Kritik der Naturwissenschaften überflüssig – dies ist auch bei Religionen der Fall, da sie neben den physikalisch bzw. wissenschaftlich erklärbaren Erscheinungen ausserdem behaupten, es gebe weitere Kräfte oder Existenzen.

Astrologie heutzutage

Das Bedürfnis der Menschen, alle erscheinenden und auftretenden Phänomene zu erklären, ist unbestritten vorhanden. Die Astrologie profitiert von diesem Bedürfnis, da sie Antworten auf viele dieser Fragen anbietet. Begründungen für die Astrologie liefern Wissenschaftler zuhauf. Wie in allen anderen Wissenschaften verfolgt auch die heutige Astrologie viele unterschiedliche Ansätze. Wie im Text oben schon erwähnt, hängen viele Berechnungen von der astrologischen Schule ab, darunter auch die graphische Darstellung des Horoskops, da die Aspekte unterschiedlich gewertet werden. Überdies werden manchmal Planeten hinzugezogen, die nach der jetzt verabschiedeten Definition eigentlich nicht mehr dazu zählen. So verhält es sich auch mit geometrischen Figuren oder Himmelskörpern.

Wie gingen bzw. gehen andere Kulturen mit der Astrologie um?

China gilt als astronomisches „Reich der Mitte,“ in dem es nie zum Untergang der Sterne kommt. Die Chinesen verehrten den Kaiser als Vertreter des Himmels. So entstand ein Mondkalender, der 28 Teile hatte und den kaiserlichen Palästen zugeordnet war. Auch der Tierkries ist auf chinesische Astrologen zurückzuführen. Schon vor über 2000 Jahren wurden in China Sonnenflecken und Kometen beobachtet. Noch heute sieht man den Jupiter als die Sonne, was zur Folge hat, dass Jahre etwa dem Hasen oder der Ratte gewidmet sind. Die Hochkulturen Amerikas, Mayas und Azteken, verfügten ebenso über einen Mondkalender. Dieser hatte die Funktion, religiöse Feierlichkeiten zu berechnen. Die 13 Tagesstunden und die neun Nachtstunden begründeten sie mit der Unterteilung des Himmels in 13 Stücke, während die Unterwelt in neun Regionen untergliedert wurde. Die Stadt Cuzco wurde entsprechend dem Tierkreis aufgebaut. Ausserdem sahen sich diese Kulturen aufgrund der Erkenntnisse der Astrologie dazu veranlasst, Menschen zu opfern. Eine Verbindung zur Religion stellten die indischen Astrologen vor mehr als 4000 Jahren fest. So war die Astrologe hoch angesehen, zumal in dieser Wissenschaft die Idee der Reinkarnation in den Symbolen des Tierkreises ausgeprägt war. Reale Sternbilder werden in der indischen Astrologie häufiger verwendet als westliche Tierkreiszeichen. Dazu kommt, dass auch einige Fixsterne mit in die Interpretation einfliessen.

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Glossar:  Astrologie, Ursprung der Astrologie, Horoskop-Formen, Astrologie und Tierkreiszeichen, Felder in der Astrologie, Revidierte Astrologie